Von der Streckmade zur Puppe




Rundmade

Streckmade
Aber auch bei der Bienenlarve geht diese Schlemmerei nicht ewig so weiter. Nach 5 bis 6 Tagen ist die Made so dick geworden, daß sie nicht l änger rundherum in der Zelle liegen kann. Sie muß sich strecken. Dabei legt sie sich so, daß der Mund zur Zellöffnung zu liegen kommt. Aus der Rundmade ist eine Streckmade geworden. Aber in dieser Lage bekommt sie der Imker normalerweise nicht zu sehen. Denn schon bevor sie sich streckt, hören die Bienen auf zu f üttern und verdeckeln die Zelle. Der Deckel darf aber nicht luftdicht sein, weil die Larve ja atmen muß.
Arbeitsbiene verdeckelt eine Brutzelle
Arbeitsbiene verdeckelt eine Brutzelle


Puppe
Trotzdem ist er so fest, daß das junge Leben darunter ungestört seiner weiteren Entwicklung entgegensehen kann. Als erstes holt sie ein Vers äumnis nach. Solange sie in ihrem eigenen Futter lag, durfte sie dies nicht mit ihrem Kot verunreinigen. Dank der Vorsorge der Natur konnte sie es auch gar nicht. Der Durchgang vom Darm zum Enddarm war verschlossen. Nun öffnet sich diese Öffnung. Der Kot gleitet hindurch in den Enddarm und wird von diesem auf den Zellboden ausgeschieden. Der Kot enth ält auch Reste von Pollen, der dem Futter vom vierten Tag an beigemischt wurde. In der verdeckelten Zelle spinnt nun die Streckmade einen Kokon um sich herum und deckt damit zugleich ihre Ausscheidungen hygienisch ab. Gut f ür sie und gut auch f ür den Honig, der sp äter in die Zelle abgelagert wird. Innerhalb des Kokons vollzieht sich im Lauf der n ächsten Tage ein neues Schöpfungswunder. Aus dem wurm ähnlichen Gebilde wird etwas ganz Neues und Andersartiges, das fertige Insekt, die Biene. Vom 15. Tag nach der Ablage des Eies an ist die Biene in Form der Puppe schon zu erkennen.

Drohne schl üpft
Anfangs ganz zart und weiß, wird der Chitinpanzer immer dunkler und fester. Am 21. Tag nagt die Biene den Kokon-Wachsdeckel über sich durch und schl üpft heraus. Sie ist zum zweitenmal geboren. Bei der Königin dauert es nicht so lange, nur 16-17 Tage, bei der Drohne dagegen 24 Tage.



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